Therapie der Leberzirrhose
Therapie und Prognose hängen bei der Leberzirrhose von verschiedenen Faktoren ab. Heilbar ist eine Leberzirrhose jedoch nicht. Es geht bei der Therapie stets darum, ein weiteres Fortschreiten der Erkrankung und mögliche Komplikationen zu verhindern.
Zunächst einmal ist es wichtig, dass die Betroffenen durch eine Lebensstiländerung versuchen, weitere Schädigungen der Leber zu vermeiden. Hierzu gehört z. B., auf Alkohol zu verzichten, aber auch (nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt) auf leberschädigende Medikamente. Die Ernährung sollte ausgewogen sein und ggf. auf ärztlichen Rat durch zusätzliche Vitamin- und/oder Spurenelementgaben angereichert werden. Des Weiteren ist es für Leberzirrhose-Betroffene insbesondere wichtig, regelmäßig Untersuchungen zur Früherkennung von Leberkrebs vornehmen zu lassen.
Wenn die Leberzirrhose infolge einer anderen Grunderkrankung (z. B. Hämochromatose oder Morbus Wilson) entstanden ist, so muss diese angemessen therapiert werden, um eine weitere Leberschädigung zu verhindern. Liegt der Leberzirrhose z. B. eine Virushepatitis zugrunde, so wird ggf. mit Virostatika behandelt. Interferone, die das Immunsystem anregen, können ebenfalls zum Einsatz kommen.
Symptome der Leberzirrhose wie Ösophagusvarizen oder Aszites und Ödeme werden entsprechend gezielt behandelt: Krampfadern z. B. durch Blutdrucksenker, (Bauch-)Wassersucht z. B. durch Diuretika (entwässernde Medikamente). Eventuelle Blutungen aus den Speiseröhrenkrampfadern müssen gestillt werden. Dies geschieht z. B. durch Abschnüren oder Veröden im Rahmen einer Speiseröhren-/Magenspiegelung.
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